Spuren - Da hat jemand Federn lassen müssen. Entdeckt auf einer Wanderung am 03.05.2008.
“Federn lassen” ist bekanntlich eine Redewendung, die man häufig zu hören bekommt. Sie hat ihren Ursprung, wie man sieht, beim Federvieh. Was in der Mauser ein natürlicher Vorgang ist, um das Federkleid neu aufzubauen, kann auch ganz schön heftig und unfreiwillig abgehen …
Wenn es im Leben ans Eingemachte geht, ist es durchaus von Vorteil, wenn man seine Haut retten kann, indem man sich eines Teils seines Federkleides entledigt. Auch wenn im Streit die Fetzen fliegen, kommt kaum einer unbeschadet davon. Der erlittene Verlust indes ist allemal besser, als einen Totalschaden zu erleiden.
Auch die griechische Mythologie wusste bereits von diesem Federspiel: Die Sirenen ließen sich, auf Veranlassung von Hera, auf einen Wettstreit mit den Musen ein. Es ging darum, wer von ihnen wohl am schönsten sänge. Natürlich unterlagen die Sirenen und so mussten sie Federn lassen, aus denen sich die Musen ihre Siegerkränze flochten.
Vielleicht wollte sich ja gerade eine Muse ihren Kranz flechten und ich habe sie mit meiner Knipserei vertrieben. Wer weiß das schon so genau.
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